Blutegeltherapie

 

Die Blutegeltherapie gehört zu den ältesten Heilmethoden der überlieferten Medizingeschichte. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts waren Blutegel aufgrund der hohen Anzahl an Therapien vom Aussterben bedroht. Abgelöst von der modernen Medizin, wurde diese Behandlungsform in den 70er Jahren wieder entdeckt. Blutegel werden heute für medizinische Zwecke in Blutegelfarmen gezüchtet und dürfen nur an Fachpersonal abgegeben werden. Die Blutegel werden je nach Beschwerdebild auf die jeweilige Körperstelle aufgesetzt. Dort beißt sich der Egel fest und beginnt zu saugen. Im Regelfall werden zwischen 3 und 5 Egel gesetzt. Sind die Egel satt, dann lassen sie los und fallen ab. Dies kann zwischen 20 und 90 Minuten dauern. Im Speichel des Blutegels befinden sich entzündungshemmende und blutgerinnungshemmende Stoffe, so dass die Wunden bis zu 12 Stunden nachbluten können. Diese Blutung ist erwünscht und sollte auf keinen Fall unterbunden werden.