Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD)

Leiden sie über einen längeren Zeitraum unter Kopfschmerzen und Migräne in Verbindung mit Verspannungen im Rücken und im Nacken und haben zudem Reib- und Knackgeräusche im Kiefergelenk (gefühlt vor dem Ohr), dann kann dies ein Hinweis auf eine Craniomandibuläre Disfunktion sein.

Zurückzuführen ist dieses Krankheitsbild auf mannigfaltige Ursachen. Dauerhafter Stress im privaten oder beruflichen Alltag eine Haltungsschwäche der gesamten Körperstatik (schwache oder fehlregulierte Muskulatur) aber auch eine längere zahnärztliche oder kieferorthopädische Behandlungen oder ein Sturz/ Schlag auf das Kinn/ Gesicht können zu einer Craniomandibulären Disfunktion führen.

Weitere Begleiterscheinungen der Craniomandibulären Disfunktion können unter anderem eine eingeschränkte Mundöffnung bzw. Mundschließung und Zahn-, Gesichts-, Kieferschmerzen in Kombination mit verspannten und schmerzhaften Wangen vor allem nach dem Aufstehen in der Früh und Ohrgeräusche (Tinnitus) und/ oder Schwindelgefühl sein.

Oftmals kommen Schlafstörungen, Schnarchen und gelegentliches Augenflimmern hinzu. Die genannten Symptome können früher oder später Einschränkungen in der allgemeinen Leistungsfähigkeit mit sich bringen.

Die genannten Beschwerden können durch eine Kombination aus einer zahnärztlichen Behandlung und physiotherapeutischen Maßnahmen langfristig beseitigt werden.

Der Zahnarzt wird je nach Situation eine individuelle Schienen- oder Aufbissversorgung anfertigen lassen. Ziel ist es, die Kaumuskulatur zu entlasten und den gleichmäßigen Aufbiss der Zähne nahe der Ruhelage der Kiefergelenke zu gewährleisten und evtl. Fehlbisse zu korrigieren.

Hält der Zahnarzt oder Kieferorthopäde eine physiotherapeutische Maßnahme für angebracht, kann dieser ein Rezept mit Diagnose und Ziel der therapeutischen Maßnahme verordnen.