Lymphdrainage (MLD)

Die manuelle Lymphdrainage gehört zu den Entstauungstherapien und kann von ihrem Arzt für 30 oder 45 Minuten verordnet werden. Sie regt den Rückfluss der Lymphflüssigkeit an, wenn das System nicht mehr in der Lage ist, diesen durch die normalen physikalischen Vorgänge genügend in Gang zu halten.

Es gibt unterschiedliche Ursachen für Stauungen im Lymphsystem

  • primäres Lymphödem:
    • Hierbei handelt es sich um eine angeborene Lymphgefäßstörung, welches sich oft erst in der Pubertät bemerkbar macht.
  • Sekundäres Lymphödem:
    • Die Lymphbahnen werden durch eine Verletzung oder Operation zerstört, es kommt zu einem Rückstau von Gewebsflüssigkeit, welches sich als Ödem bemerkbar macht.
  • Lipödem:
    • Hierbei handelt es sich nicht um ein klassisches Ödem, es entsteht durch vermehrten Wasser- und Eiweißeintritt ins Bindegewebe. Das Lipödem tritt meistens bei Frauen auf und steht vermutlich im Zusammenhang mit dem weiblichen Hormonsystem.

Behandlung

Die Lymphdrainage wird in sehr sanften, rhythmischen Bewegungen durchgeführt, so dass die Lymphbahnen zur vermehrten Ableitung angeregt werden.